HongKong

Nun ist die Zeit gekommen euch etwas von uns zu berichten. Unseren ersten Meilenstein haben wir in Hongkong hinterlegt. Am Flughafen haben wir uns ziemlich schnell zurechtgefunden. Als wir jedoch aus dem Flughafen raus gegangen sind, hat uns eine warme, tropische Wand fast erschlagen. Wir hatten natürlich noch unsere Flies Pullis an und es hat sich wie in einer Sauna angefüllt. Den Weg vom Flughafen zum Hotel haben wir mit einem Bus „A21“ zurückgelegt, welcher umgerechnet 3,30€ für ca. 1h Fahrt gekostet hat. Später haben wir erfahren, dass es mit der U-Bahn sogar nur noch die Hälfte gekostet hätte und wir wären viel schneller vor Ort gewesen. Aber man wächst ja mit der Erfahrung. Aus dem Bus ausgestiegen, kamen wir uns vor, wie in Indien auf dem Bazar. Die Gegend wo unser Hotel war, ist ein Markt ähnlicher Ort. Jeder Verkäufer sieht es natürlich, dass du neu bist und versucht erst einmal dir seine Visitenkarte in die Hand zu drücken. Da man ja noch Anfänger ist, lehnt man es dankend ab. Im Verlauf des Aufenthaltes reagiert man es gar nicht mehr drauf. Das Lustige daran ist, die Verkäufer stehen alle auf der Straße und sehen, dass man den ersten abgelehnt hat, aber nichts desto trotz versuchen sie weiter dir etwas anzudrehen. Hartnäckigkeit zahlt sich in diesem Fall nicht aus.

In unserem Zimmer in der 3ten Etage angekommen, waren wir überrascht, dass unser Zimmer doch so klein ist. Insgesamt 6m², Bad mit Dusche, WC und Waschbecken inbegriffen. Das Fenster war zwar vorhanden, jedoch bis zu der nächsten Wand waren es schätzungsweise 2m und das bei einem 16 stöckigen Gebäude. Wir wussten erst mal gar nicht wohin mit unseren Rucksäcken. Für 25€ die Nacht ist es natürlich für ein sehr zentral gelegenes Hostel und eine Weltmetropole wie Hongkong, sehr günstig. Nach außen hin wirkt die Stadt sehr schön und sauber. Besonders spektakulär wirkt Hongkong beim Sonnenuntergang, wenn die Lichter angehen, alle Menschen sich auf die Straße begeben und die Stadt nun zum Leben erwacht. Sehr krasser Unterschied zu den neu errichteten Wolkenkratzern sind die Seiten – Gassen, runtergekommen, sehr eng und dreckig.

Es kam uns so vor, dass sehr viele junge Menschen hier leben oder die Stadt besuchen. Die Frauen sind sehr modebewusst gekleidet, fast wie aus einem Katalog. Viele tragen knappe Shorts oder Röcke mit hohen Absätzen. Es gibt auch sehr viele Shoppingmalls. Das U-Bahn System ist sehr überschaubar aufgebaut. Die Einzelnen Inseln sind unterirdisch mit der U-Bahn miteinander verbunden. Jedoch ist es für Touristen ansehnlicher mit der Fähre auf die andere Insel rüber zufahren. Wir haben festgestellt, dass es mit der Fähre, umgerechnet für 20 Cent, sogar 4,5 mal günstiger ist als mit der U-Bahn. Mit Hilfe einer Art Prepaid „Octopus“ Karte kann man bequem nicht nur die U-Bahn nutzen, sondern auch in den meisten Shops damit bezahlen. Was uns hier unter anderem gefallen hat, ist die Diszipliniertheit der Menschen, was das Anstehen an der Bushaltestelle betrifft. Es gibt auch dementsprechend keine Sitzbänke. Alle stehen in einer Schlange (und diese kann ziemlich lang werden) und wenn der Bus voll ist, muss der verbleibende Rest auf den nächsten warten.

Es gibt erstaunlicherweise sehr wenige übergewichtige „Hongkongnäsen“. Vermutlicher Weise liegt es an der täglichen sportlichen Aktivität, von einer U-Bahnstation zu nächsten zu laufen um noch die Anschluss U-Bahn zu erwischen und natürlich an ihren Essensgewohnheiten. Vom Essen jedoch waren wir persönlich etwas enttäuscht. Es kam uns etwas „europäisiert“ vor.

Vier Tage, die wir in Hongkong verbracht haben, reichen definitiv nicht aus um alle Inseln und Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Eine der wichtigsten haben wir jedoch mitgenommen und sind am 3ten Tag zu dem großen Budda gefahren. Zu dem Berg kommt man entweder mit einer Seilbahn (Single Strecke: 10,50€; Hin-und Zurück: 15€) oder man kann den Berg hochwandern. Wir haben nur die Single Streck gewählt, da man den Weg sehr schön zurückwandern kann (ca. 2St.) Die Strecke hoch zu wandern empfiehlt sich für sehr sportliche Menschen, da der Weg nur aus Stufen besteht. Dieser ist zwar sehr gut ausgebaut, jedoch sehr steil. Wir hätten uns mit Sicherheit bei der Hitze sehr geärgert, wenn wie die Strecke hoch gelaufen wären. Oben auf dem Berg wimmelt es nur noch so von Touristen. Auch die Mönche erschienen uns nicht echt, sondern nur eine Show für die zahlungskräftigen Touristen. Die 240 Stufen zum Budda haben wir uns jedoch nicht entgehen lassen. Dafür wurde man mit einem herrlichen Ausblick auf die leicht gebirgige Landschaft und auf die Tempelanlage belohnt. Wir sind relativ spät um ca. 15:00 Uhr zum Budda gefahren. Das war auch gut so, da die meisten Besucher dann schon weg waren. Wir sind noch so lange oben geblieben, bis der Budda um 18:00 Uhr geschlossen wurde. Der Sonnenuntergang war sehr schön. Schade fanden wir es nur, dass der Budda jeweils nur zum 1. und zum 15. chinesischen Kalendertag beleuchtet wird. Die Zeit haben wir oben vollkommen vergessen, so dass es relativ schnell dunkel wurde und wir nicht mehr geschafft haben die Landschaft runterzuwandern. Wir haben zwar Lampen mitgenommen, jedoch wäre der Abstieg ein reiner Zwecks-Abstieg ohne Aussicht-highlights. Die letzte Seilbahn haben wir knapp verpasst, so dass wir den Berg mit dem letzten Bus (1,72€)  runtergefahren sind.

Unser Fazit: Die Stadt hat uns im Ganzen ganz gut gefallen. Wir würden es jedoch empfehlen etwas mehr Zeit mitzubringen um die schönen Wandergebiete und die zahlreichen Strände zu erkunden. Es ist auf jeden Fall in dieser Stadt für jeden etwas dabei, so dass man sowohl Shopping- als Wander-und Strandurlaub machen kann. Es ist auf jeden Fall auch für ein kleineres Budget geeignet. Für Essen/Trinken haben wir im Schnitt 21€ (für 2 Personen) und Schlafen 25€/pro Nacht (Doppelbett für 2 Personen) bezahlt, Späßen und Flug nicht inbegriffen. Vor allem für die kurzfristig entschlossenen eignet sich der Trip nach Hongkong sehr gut, da man hierfür kein Visum benötigt. Für die Stadt Macau benötigt man ebenfalls kein Visum. Dorthin kann man ebenfalls bequem mit einer Fähre oder Bahn rüber fahren.

Zur Info: 1€ = 10 HK$ (Stand: September 2014)

Falls du andere Erfahrungen in Hong Kong gemacht hast oder andere interessante Orte bzw. Aktivitäten kennst, scheue es nicht hier deine Meinung unter „Kommentare“ zu hinterlassen.


 

2 Gedanken zu “HongKong

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