Laos I 4000 Inseln I Li Phi Wasserfall

Der Grenzübergang von Kambodscha zu Laos war problemlos zu bewältigen. Streßfreier geht es zu, wenn man ein komplettes Paket von Stung Treng bucht. Das haben wir auch gemacht für 13$ pro Person wird man über die Grenze gebracht inklusive Bootsfahrt zu der meist besuchten Insel Don Det. Für Visa zahlt man noch mal extra 40$ inklusive Bestechungsgeld. Es werden jeweils 2$ für den Ein- und Ausreise Stempel abverlangt. Und 1$ für die Tasche von dem Veranstalter. Diese 2$ Stempel Gebühr kann man jedoch nicht übergehen. Lustig war die Fahrt mit insgesamt 7 man im Minivan, 5 davon Deutsche und ein französisches Pärchen. Auf der Insel angekommen, kam man sich sehr heimisch vor und man hat sich von Anfang an wohl gefüllt. Und überall trifft man nette und vor allem interessante Menschen. Mit Sebastian aus Berlin, den wir im Minivan kennen gelernt haben, haben wir auf der Insel viel Zeit und interessante Gesprächsstunden verbracht. Sebastian ist Komponist, spielt Gitarre und Klavier und macht wirklich sehr gute Musik in verschiedenen Stilrichtungen (www.semodi.com). Auf der Insel existieren viele Bungalows zum Schnäppchen Preis zwischen 40.000 und 100.000 kip. Die Straßen sind sandig und so schmal, dass hier keine Autos fahren. Viele Fahrräder und wenige Mopeds fahren hier durch die kleinen Wege. Hühner und kleine Schweinchen laufen auf der Straße herum. Die Menschen sind hier sehr nett und Winken einem freundlich zu. Kleine Kinder freuen sich einem „Hallo“ mit einem breiten Grinsen im Gesicht zu rufen. An viele Bungalows sind kleine schnuckelige Restaurants angeschlossen mit heimischer und westlicher Küche. Die Holz Terrassen gehen über das Wasser hinaus. Man relaxt auf dem Boden mit weichen Kissen. Internet hat man überall in solchen Cafés, so dass man sich ruhig für einen kompletten Tag hier einnisten kann. Man bestellt sich einfach einen leckeren Bananenshake für 5.000 kip und kann bis zum Sonnenuntergang relaxen. Um spätestens 23:00 Uhr ist hier Schicht im Schacht. Denn die Laoten, genauso wie all die anderen asiatischen Länder, gehen früh ins Bett und stehen dafür früh auf. Bevor die Mittagshitze kommt, muss man noch viele Dinge erledigen. Besonders in der Regensaison wird von früh morgens bis mittags die Feldarbeit verrichtet. Mittags wird gegessen, geschlafen und ausgeruht und spät nachmittags geht es wieder aufs Feld.

Alles scheint so harmonisch zu laufen. Gemietete Fahrräder müssen noch nicht mal abgeschlossen werden, da sie hier keiner stehlen wird. Man kann hier Fahrräder ziemlich günstig mieten für 10.000 kip bekommt man ein gutes Fahrrad für den ganzen Tag und kann damit die Insel Don Det als auch die Nachbars Insel Don Khon, die mit einer Brücke verbunden ist, erkunden. Aber Achtung wenn man über die Brücke fährt, wird von einem eine Eintrittsgebühr von 35.000 kip abverlangt. Umgehen kann man das, wenn man z.B. sagt man möchte nur zu dem Wasserfall und dann wieder zurück. Oder wir sind einmal spät nachmittags so um 13:30 gestartet und am Posten war keiner da. Das war der erste Tag gewesen, als wir über die Brücke rüber gefahren sind und wir wussten nicht, dass man diese, unserer Meinung nach eine Abzocker – Gebühr bezahlen muss. Bei dem Li Phi Wasserfall müssen die Touristen noch mal satte 35.000 kip Eintritt bezahlen. Wir haben lange überlegt, ob wir für diese Summe reingehen oder nicht. Denn für uns sind die 35.000 zwar nicht viel Geld, doch für laotische Verhältnisse ist es verdammt viel. Und wir finden es einfach ungerecht, dass so viel Geld von den Touristen abverlangt wird. Nach langem Überlegen haben wir uns doch dazu entschlossen reinzugehen, wenn man schon mal hier ist…

Wir haben zwar in Banlung in Kambodscha einige Wasserfälle gesehen, doch jeder Wasserfall ist anders und hat was Eigenes zu bieten. Und es hat sich wirklich gelohnt. So einen gigantischen Wasserfall haben wir noch nicht gesehen. Von allen Seiten kommt das Wasser im schnellen Strom zusammen und wird zu einem großen starken Strom. Unten am Ufer gibt es eine kleine Stelle, wo man ins Wasser gehen kann, um sich abzukühlen. Es wird zwar davor gewarnt wegen der zu starken Strömung reinzugehen, jedoch in der Trockenzeit, wenn das Wasser ziemlich tief steht, ist es kein Problem. Die Badestelle ist wie eine kleine Bucht von großen Steinen umgeben und daher gegen zu starke Strömung geschützt. Wenn man zurück, so zu sagen zu der Hauptstraße fährt, sollte man unbedingt rechts fahren zu einem schönen Aussichtspunkt. Dieser ist an der Kreuzung ausgeschildert „nice view“. Am besten zum Abend hin fahren so um 16:00 Uhr, wenn die Sonne anfängt runterzugehen. Man hat einen schönen Ausblick auf den Fluss während die Sonne untergeht. Man kann dort ebenfalls ins Wasser gehen um sich abzukühlen. Von dieser Stelle aus starten ebenfalls kleine Boote zu der Delphin Rundfahrten. Dieser Aussichtspunkt ist völlig kostenlos. Hier befinden sich ebenfalls 2 einheimische Restaurants, wo man sich sein „Laobeer“ für 12.000 kip (640ml) kaufen kann, um am Ufer zu entspannen. Wenn man Lust hat, kann man dort ebenfalls Beachvolleyball spielen, jedoch bei der Hitze ist es nicht sehr ratsam. Ratsam ist jedoch von uns unbedingt Kopf Lichter mitzunehmen, um sich nicht stressen zu lassen. Die kleinen Wege sind hier nicht beleuchtet und am Fahrrad existiert ebenfalls kein Licht. Die Straßen sind hier nicht asphaltiert und manchmal ziemlich huckelig.

Wenn man sich im kühlen Wasser entspannen möchte, mietet man sich am besten einen Autoreifen, so zu sagen einen riesen „Donat“, für schlappe 10.000 kip für den ganzen Tag und lässt sich, mit einem kühlen Getränk in der Hand ganz einfach im Mekong Fluss von der kleinen Strömung treiben lassen. Der Nachteil davon ist man muss irgendwann mal raus und den ganzen Weg mit dem Reifen zurück laufen. Auf der anderen Seite der Insel, gibt es einen wunderschönen, großen, ziemlich alten Baum, der nicht zu übersehen ist. An dem Baum ist ein Stock an einem Seil angebunden, eine Art Schaukel. Man kann mit seinem „Donat“ dahin schwimmen, an den Baum klettern und sich ins Wasser mit großem Anlauf schaukeln lassen und rein springen.

Wer einmal auf den 4000 Inseln war, möchte so schnell nicht weg. Das Gefühl kann man in 3 einfachen Worten zusammenfassen: Familiär, sicher, entspannt!

Zur Info: 1€ = 8.700kip (Stand: März 2015)

Falls du andere Erfahrungen auf 4000 Inseln gemacht hast oder andere interessante Orte bzw. Aktivitäten kennst, scheue es nicht hier deine Meinung unter „Kommentare“ zu hinterlassen.


 

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