Laos I Pakse Loop I Bolavenplateau

Überall trifft man eine Menge interessante Leute, mit denen man Informationen und Erlebnisse austauschen kann. Unsere Freundin Mandy, die wir in Nepal kennen gelernt haben, hat uns viele Tipps für Laos mitgegeben, unter anderem den Loop in der Stadt Pakse mit dem Bike zu machen. Also sind wir mit dem Bus (50.000 kip/Pers.) ca. 150km nach Pakse gefahren. Die Stadt, laut Wikipedia hat um die 120.000 (Stand 2010) Einwohner und ist die zu dritt größte Stadt in Laos und ist die Hauptstadt der Provinz Champasak. Pakse bedeutet übersetzt „Mündung des Se-Flusses“. Hier kann man schon günstige Unterkünfte finden für 50.000-60.000 kip bekommt man ein Zimmer mit Bad, welches kein purer Luxus ist, aber für ein oder 2 Nächte ok ist. Mittlerweile sind wir so abgehärtet, dass wir nur auf das Bett gucken. Erstens ob die Bettwäsche sauber ist und ob sich die Matratze gut anfüllt. Viele billig Unterkünfte haben Federmatratzen, die ziemlich durchgelegen sind und dann hat man das Gefühl man würde auf einem Metallrost liegen. Kein schönes Vergnügen, hatten wir alles schon erlebt. Hier sind wir nur für eine Nacht geblieben. Am nächsten Tag haben uns ein Roller (60.000 kip/Tag) für 3 Tage geliehen. Es gibt einige Stellen in der Stadt, wo man Roller mieten kann, mit großen Preisunterschieden. Vergleichen lohnt sich. Wir haben unseren Roller bei einem Belgier gemietet, gegenüber bei dem Indischen Restaurant. Bei Miss Noy und ihrem belgischen Mann Mr. Yves. Hier bekommt man jeden Abend um ca.18:30 Uhr (Angaben ohne Gewähr) ca. 1 Stunde lang Informationen auf Französisch und auf Englisch. Er erzählt wirklich jede Kleinigkeit über den Loop, was ist Sehenswert und was nicht, wo muss man aufpassen und wo kann man Übernachten zu welchen Preisen, wo soll man zuletzt tanken, bevor man weiter fährt und und und. Ziemlich informativ und gute günstige Roller. Dazu gibt es noch eine Karte, wo du all diese Informationen reinschreiben kannst. Eine wesentliche Kleinigkeit hat uns noch bei der Vermietung gefallen. Was machen wir, wenn der Roller unterwegs kaputt geht? Oder Was machen wir, wenn wir einen Unfall haben? Eine Versicherung gibt es hier nicht, doch das Büro bietet einen Service an. D.h. wenn was passiert, musst du in die nächste Werkstatt gehen, zuerst im Büro anrufen. Das Büro verhandelt dann den Preis mit der Werkstatt, der Roller wird repariert, man tritt in Vorkasse und bekommt dann bei der Rückkehr das Geld zurückerstattet. Eine ziemlich sichere Sache, so weiss man, dass man bei den Preisen nicht verarscht wird. Wenn man einen Platten hat, zahlt man in der Regel selber. Die Kosten hierfür sind für uns Cent Beträge und nicht der Rede Wert.

Der Pakse Loop teilt sich in 2 Abschnitte auf. Für die Jenigen, die keine Zeit haben, gibt es einen kleinen Loop, jedoch verpasst man hier den größten und den schönsten Wasserfall auf dem ganzen Loop. Und es gibt einen großen Loop, mit mehr als 10 Wasserfällen. Da wir Zeit haben, machen wir natürlich den großen Loop mit all den wunderschönen Wasserfällen. Gestern haben wir uns schon den Roller für 60.000 kip pro Tag reserviert. Es ist Semi-Automatik. Ab 3 Tagen gibt es noch einen zusätzlichen Rabatt. Normalerweise kostet unser Roller mit 110CCM 70.000kip. Ein Automatik Roller kostet natürlich mehr. Das ist ein sehr guter Preis. Klar wir haben gehört man kann auch irgendwo für 40.000 kip einen Roller bekommen, jedoch bezweifeln wir, dass diese im guten Zustand sind. Beim Ausleihen zählt der Zustand der Maschine und welches Gefühl du dabei hast.

Der Pakse Loop befindet sich auf einem so genannten „Bolaven Plateau“. Zitat Wikipedia: „Das Bolaven-Plateau ist eine 1.200 Meter hohe und 10.000 km² große Hochebene in Laos“. Hier leben verschiedene Volksgruppen, die zu der Mon-Khmer Familien und der größten Gruppe der Laven gehören. Nach dieser Gruppe wurde auch das Plateau benannt „Heimat der Laven“. Die Menschen Leben hier größtenteils von der Landwirtschaft und vom Anbau vom Tee, Kaffee, Pfeffer und Kautschuk.

Das ist einfach herrlich wieder mobil unterwegs zu sein und komischer Weise kommt wieder dieses Gefühl wie in Vietnam auf, irgendwie willkommen zu sein. An uns fahren kleine Holzwagen vorbei mit Kindern, die fröhlich einem zu winken. Trotz der gut ausgebauten Straße, sieht es hier trotzdem sehr ländlich aus. Kleine Holzhäuser auf Stelzen, einige von denen scheinen jedoch jeden Moment zusammenzubrechen. Am ersten Wasserfall „Tad Pasuam“ angekommen, müssen Ausländer wieder ihr Geld lassen, 5.000 kip pro Person und 2.000 kip für den Bike. Der Wasserfall ist zwar nett ausgedrückt ok, aber wir haben etwas Besseres erwartet und leider kann man hier auch nicht schwimmen. In der Nähe soll noch einen Wasserfall geben, etwa 10km von der Hauptstraße entfernt und man muss auf der so genannten “ toten Straße“ fahren, eine Straße die nicht asphaltiert ist und ziemlich huckelig sein kann. Wir biegen in die Straße rein und schon ein km weiter treffen wir auf ein „weißes Pärchen“. Das heißt wohl wir sind nicht alleine, die sich trauen. Die Straße sieht super aus. Auf dem Weg treffen wir noch mindestens 4 bis 5 Roller. Am Wasserfall angekommen, sitzen schon ein paar Einheimische dort und machen Picknick mit allem pi pa po. Kinder planschen im Wasser. Der Wasserfall „Tad Champee“ist zwar nicht sehr hoch, jedoch in mehreren Stufen unterteilt. Also beschließen wir noch etwas weiter zu fahren um ein geeignetes stilles Plätzchen zu finden. Mit dem Moped ein kleines Stückchen durch den Dschungel gefahren bis es nicht mehr weiter geht, dann klettern durch riesige Steine, die von großen Bäumen umklammert werden, bis wir schließlich ankommen. Es ist ein kleines Plätzchen. Es sieht wie eine Lagune aus, nur dass das Wasser hier nicht Türkis blau ist. Es ist uns aber egal, es ist so tierisch heiß hier, dass wir einfach nur ins Wasser wollen um abzukühlen. Weiter auf dem Weg halten wir noch bei einem Homestay an. Die haben eine Kaffee Plantage und rösten und verkaufen den Kaffee. Vom Geschmack her, schmeckt uns der Vietnam Kaffee besser. Auf dem Weg müssen wir uns beeilen, denn wir wollen noch die Elefanten in dem Dorf sehen. Man sieht sie nur um 16:30 im Wasser baden. So wie Alex gefahren ist, erreichen wir das Dorf ziemlich schnell. Wir fahren noch zu dem Wasserfall, den es hier im Dorf gibt. Doch man hat uns gewarnt, dass hier wohl der Damm gereinigt wird und das Wasser ziemlich dreckig sei, wie ein Milchkaffee. Und so war das auch, kaum Wasser und ziemlich dreckig. Oben am Wasserfall springen wir vom Stein zu Stein und bewegen uns Richtung Wasser in der Hoffnung Elefanten zu sehen. Und tatsächlich vom weiten sehen wir 2 Elefanten. Die Lodge, an der wir vorbeigefahren sind, dort leben die wahrscheinlich. Auf dem Aushängeschild steht „Elefant riding“ schon in der Zufahrt sehen wie einen riesigen Elefanten auf uns zu kommen. Natürlich nicht alleine, sondern drauf sitzt ein Einheimischer und erst dann als der Elefant hinter einem grünen Hügel hervorkommt, bemerken wir eine riesige Metallkette an seinem Fuß. So was können wir uns echt nicht angucken. D.h. wohl, dass dieser Elefant spätestens nachts irgendwo angekettet wird. Frei sind die hier auf gar keinen Fall. Mit Tränen in den Augen gehen wir weiter, denn Nathalie will unbedingt die Elefanten sehen, die wir vom weiten im Wasser gesehen haben. Wir gehen durch den schmutzigen Bach, der uns schon beinah wegreist. Wir gehen immer weiter und weiter, doch keine Elefanten. Enttäuscht kehren wir zurück. Schade wir hätten sie so gerne gesehen.

Am nächsten Tag geht es weiter zu dem schönsten Wasserfall auf der ganzen Strecke. In der Stadt Sekong müssen wir jedoch unbedingt tanken. Den dann wird es keine Tanke mehr geben bis zur nächsten Stadt Paksong. Bzw. es gibt immer stellen wo die Einheimischen in abgefüllten Flaschen Benzin zum völlig überteuerten Preis verkaufen. So kostet ein Liter Benzin 8.240 kip. Die Flasche mit 0,7 Liter verkaufen die für 10.000 kip. Ziemlich gutes Geschäft. Wir biegen an der ersten Tankstelle ein und dort stehen ein paar Jungs, die Benzin aus den Bierflaschen verkaufen. Die geben uns ein Zeichen, dass es wohl kein Sprit an der Tankstelle mehr vorhanden ist und die können uns nur die Flaschen anbieten. Das erscheint uns etwas suspekt. Also drehen wir um und fahren zu der zweiten Tankstelle. Doch hier ist das Gleiche Bild. Hier stehen an jeder Ecke Frauen und verkaufen ebenfalls Benzin in Flaschen zum Hammer mäßigen Preis von 10.000 kip für 0,7liter. Doch je durstiger der Mann, desto höher ist der Preis, das haben wir schon gelernt. Uns bleibt einfach nichts anderes übrig als hier Benzin zu kaufen als irgendwo im nirgend wo stecken zu bleiben. Am Wasserfall „Tad Houa Krone“ angekommen, bezahlen wir 5.000 fürs Parken und der Eintritt zu dem Wasserfall ist frei. Über kleine Wege und Holz Brückchen gelangen wir zum Wasserfall. Hier haben sich ganz viele Einheimische versammelt und machen Picknick. Es gibt sogar ein paar Stände, wo gegrillter Fisch und Salate verkauft werden als auch gekühlte Getränke. Alle Kinder sind natürlich im Wasser. Die Jungs springen von den Klippen. Hort sich gefährlich an, doch der Wasserfall ist nicht so hoch, so um die 2 bis 3 Meter. Weiter unten , da wo wir angekommen sind, gibt es durch die Steine eine Verengung, wo das Wasser schneller fließt. Hier baden die Mädchen und benutzen diesen schnell Strom als eine Art Rutsche. Sieht ziemlich lustig aus, wenn der Strom sie runterzieht und sie dann mit dem ganzen Kopf untertauchen. Weiter auf dem Weg verpassen wir leider die alte nicht asphaltierte Strasse. Der neue Weg, der hier gebaut wird, führt somit an den 2 schönsten Wasserfällen vorbei. Rechts und links werden die Felder und auch die Bäume verbrannt. Überall steht ein stechender Rauch. Wir können es immer noch nicht verstehen wozu die Felder abgefackelt werden. Was hat es wohl für einen Grund? Auf beiden Seiten sind Berge voller Dschungel. Es sieht wunderschön aus, wäre da nicht der Rauch, der die ganze Sicht kaputt macht. Am Ende der neuen Strasse angekommen sehen wir zwei Schilder zu dem Wasserfall. Ein Schild zeigt 11,3km auf der alten Strasse zurück, in die wir hätten vorher abbiegen sollen und das andere Schild zeigt 13,5km auf der neuen Strasse zurück. Auf der alten, staubigen und ziemlich steinigen, huckeligen Straße erreichen wir, mit zwei mal Verlaufen, das einzige Gästehaus. Auf Google Map sind all die Straßen nicht eingetragen und die kleinen Dörfchen schon gar nicht. Wir fahren praktisch manchmal blind. Klar wir haben eine gedruckte Karte dabei, doch auf der Straße gibt es so viele Abzweigungen und nicht jede Abzweigung ist auf der Karte eingetragen. Da fragt man sich ernsthaft, wie haben die Menschen früher gereist? Heut zu Tage wird uns mit der digitalen Technik alles zu einfach gemacht. Und wenn die Technik mal nicht funktioniert, dann steht man da, wie in der Sahara ohne Wasser. Endlich sind wir angekommen und wir war schon lange nicht mehr so fertig gewesen. Erst mal checken wir ein bevor das Zimmer weg ist und wir kein Platz mehr haben zum Schlafen. Wir zahlen die 60.000kip und fragen das Mädchen, ob sie uns das Zimmer oder Bungalow zeigen kann. An einem Bungalow angekommen, klettern wir ein paar Holzstufen hoch und wir müssen wirklich staunen wofür wir die 60.000 bezahlt haben. In dem Bambushäuschen stehen tatsächlich 2 Zelte. Eine Nacht zuvor haben wir für 50.000kip ein eigenes Bungalow mit 2 Betten, Moskitonetz und eigenem Bad und Terrasse gehabt. Die Preise sind hier so unterschiedlich. Ja klar hier in der Umgebung gibt es keine weiteren Gasthäuser und somit können sie die Preise machen wie sie wollen. Wenn man duschen will, muss man halt unten an den Fluss gehen. An die kalte Dusche haben wir uns mittlerweile schon gewöhnt. Das Duschen im Fluss haben wir zuvor noch nie gemacht, jedoch überhaupt kein Problem für uns. Das Essen ist hier verhältnismässig ebenfalls sehr teuer. Für 2 gebratene Eier zahlt man hier 15.000 kip, im Bungalow davor nur 5.000 kip. 2 Dollar für 2 gebratene Eier in einem armen Land wie Laos ist es unserer Meinung nach schon etwas zu viel gegriffen. Nach der kleinen Pause, geht es zum Wasserfall „Tad Tayicsua“ ziemlich steil runter, durch einen kleinen Wald. Auf dem Boden liegen vertrocknete Blätter. Man muss aufpassen, da die Blätter ziemlich rutschig sind. Es gibt hier 3 Wasserfälle, die alle ziemlich unterschiedlich sind. Am ersten Wasserfall angekommen stehen wir oben am Plateau des Wasserfalls und man kann runter schauen. In der Trockenzeit ist der Wasserfall nicht ganz so voller Wasser, daher kann man auf den riesigen Steinen sitzen. Das sieht wie eine riesige flache Steinplatte aus, die von der Sonne aufgewärmt wird. Jetzt spät nachmittags kann man hier richtig gemütlich drauf sitzen dem Wasserfall und den zwitschernden Vögeln zuhören. Die umgebenden Bäume spenden etwas Schatten. Es ist schon etwas spät und es wird bald dunkel, doch wir wollen noch zu dem größten Wasserfall von allen. Also die ganzen Stufen wieder Bergauf und dann wieder runter zum nächsten Wasserfall. Schon auf dem Weg dort hin sehen die Bäume anders aus, viel grüner und saftiger. Plötzlich bildet sich ein Loch zwischen den Bäumen und wir sehen einen riesigen Wasserfall. Unten stehen Bananenbäume und es sieht einfach wunderschön aus. Es sieht wie eine Halbhöhle aus. Die Kraft des Wasserfalls ist so gewaltig, dass die kleinen Wasserpartikelchen noch weitere etliche Meter getragen werden. Bis zum Wasserfall sind es noch ca. 50meter und wir werden schon jetzt nass. Alex kann kaum abwarten ins Wasser zu springen. Der Boden ist sehr aufgeweicht und lehmig. Man versinkt förmlich mit den Schuhen. Je näher man an den Wasserfall heran geht, desto weicher ist der Boden. In der Nähe des Wassers sind die Steine sehr scharfkantig und glitschig. Am besten man geht nach unten und wieder nach oben auf allen Vieren. Überall wachsen kleine pinke Blumen, die im Wind des Wasserfalls hin und her schaukeln. Das Wasser ist kalt. Alex springt trotzdem rein, schwimmt zum Wasserfall und taucht unter. Auf der anderen Seite des Wassers taucht er wieder auf. Langsam wird es dunkel, denn wir müssen noch den ganzen steilen Weg zurück. Durch den ganzen Schlamm kommt Alex mit leuchtenden Augen wieder zurück. Es ist bereits dunkel als wir hoch gehen und der Wald erwacht langsam zum Leben. Überall hört man unterschiedliche Geräusche von Insekten, irgend welchen Tieren und die hungrigen Moskitos verzehren uns zum Abendbrot. Oben im Gasthaus angekommen, hätten wir nicht erwartet, dass so viele Gäste Übernacht bleiben würden. Es sind um die 27 hungrige Menschen, die mit solar Lampen an den Tischen oder auf dem Boden der Terrasse sitzen und sich unterhalten. Die Küche ist total überlastet, da alle zum gleichen Zeitpunkt das Essen bestellt haben. Es gibt nicht viel Auswahl, nur vegetarische Gerichte, was wir nicht weiter schlimm finden. Wir wollten so wie so anfangen weniger Fleisch zu essen. Wir bestellen uns eine Nuddelsuppe und gegrilltes Gemüse mit Reis. Wir müssen nicht lange warten. Es geht wie am Fließband in einer Kantine zu. Das Essen ist ok. Das Ambiente macht den ganzen Charme aus.

Die Nacht war super. So gut haben wir schon lange ich nicht mehr geschlafen. Nach einem sehr guten Frühstück aus gebratenen und gekochten Eiern, Reis und Salat machen wir uns auf den Weg zu dem großen Wasserfall von gestern. Heute will Nathalie auch ins Wasser gehen. 600 stufen später stehen wir vor dem Wasserfall. Wir sind nicht alleine. Ist auch selbstverständlich, so eine Idee, morgens zum Wasserfall zu gehen, können nicht nur wir alleine haben. Durch den lehmigen Boden, auf allen vieren kriechen wir zum Wasserfall. Wir stehen genau davor. Ja fast davor in 20 Metern Abstand. Doch die gewaltige Kraft des herunter kommenden Wasser bläst uns das Wasser ins Gesicht. Der Puls fängt an zu rasen. Es ist kalt und man bekommt Gänsehaut. Das Wasser ist sehr kalt, doch vor lauter Aufregung bekommt man das gar nicht mit. Der Pool ist tief, so dass man keinen Boden mehr unter den Füßen spürt. Man hält sich an einem großen Stein fest. Wir versuchen nach oben zu gucken, doch der Wind und das herumwirbelnde Wasser machen es fast unmöglich. Da hat man wirklich Respekt vor dieser gewaltigen Kraft des Wassers. Aus dem Wasser raus, wollen wir nach unten zu dem nächsten Wasserfall gehen, doch diesmal nach unten zum Baden. Es gibt hier mehrere Wege nach unten. Jeder Weg sieht gleich aus und ist es doch nicht. Schließlich kommen wir unten an, doch nicht an dem Wasserfall, wo wir eigentlich hin wollten. Die Landschaft ist hier sehr schön. Es ist kein Mensch zu sehen. Der Fluss ist nicht ganz so voll, man kann jedoch trotzdem bis zu den Schultern rein gehen. Es ist tierisch heiß und wir überlegen nicht lange und springen ins Wasser. Das Wasser ist so herrlich man möchte gar nicht raus. Doch wir wollen noch einiges sehen. Kurzer Hand packen wir unsere Sachen und gehen den Fluss hoch, Richtung großen Wasserfall, den wir von oben aus gesehen haben. Vor uns liegen große und kleine Steine mit größeren und kleineren Wasserströme. Wir klettern einen Stein hoch. Der Stein ist ziemlich flach und eignet sich super für eine Pause. Der Stein ist so groß und flach, dass man hier super ein paar Zelte aufstellen kann. Doch vor uns war schon mal jemand da gewesen. Es ist nicht zu übersehen. Überall liegen Bierdosen und Glasflaschen. So etwas kann man überhaupt nicht verstehen. Wieso kann man sein Müll nicht mitnehmen. Wenn das jeder machen würde, würde das überall viel besser aussehen. Vor allem der Jenige hat sich die Mühe gemacht die vollen Flaschen und Dosen nach unten zu schleppen, dann ist es doch kein Akt und kein Gewicht die leeren Flaschen wieder nach oben mitzunehmen. Wirklich sehr dreist, egoistisch Anderen gegenüber und unüberlegt. Wir setzen uns auf den Stein und genießen einfach die Aussicht und hören der Natur zu. Und in diesem Augenblick beschließen wir, dass wir hier noch eine Nacht länger bleiben. Der Fluss wird stärker und stärker, also macht es kein Sinn weiter den Fluss hoch zu gehen. Wir nehmen einen anderen Pfad nach oben und kommen schließlich an dem oberen Punkt des Wasserfalls raus. Ein Blick auf die Uhr verrät uns, dass wir langsam hoch gehen sollten, denn wir wollen noch den dritten Wasserfall sehen. Den ganzen steilen Weg wieder zurück. Wir haben schon langsam Muskelkater von dem ganzen hoch und runter klettern. Aber das ist gut. Die letzte Zeit haben wir uns nicht wirklich viel bewegt. Der Weg zum dritten Wasserfall ist noch steiler und man muss wirklich gucken wo man sich beim Runtergehen festhält. Zweige, Gräser, Baumwurzeln, alles kommt zum Einsatz. Am Fluss muss man noch ein paar Steine hochklettern, bis man vor einer traumhaften Kulisse aus einem Märchen steht. Alte, große, verwurzelte tropische Bäume stehen hier auf riesigen Steinen und dahinter ist der Wasserfall. Das verursacht bei uns ein wow Effekt. Vor allem sind hier keine Menschen. Man füllt sich wie der erste Entdecker. So etwas hier haben wir gar nicht erwartet. Einfach wunderschön. Wir gehen weiter um dem Wasserfall näher zu kommen. Der Boden ist wieder wie bei dem großen Wasserfall aufgeweicht und lehmig und überall wachsen die pinken Blümchen. Unsere mitgebrachte schon zugeschnittene Ananas verzehren wir genüsslich vor einer traumhaften Kulisse, auch wenn’s etwas feucht war, war der Anblick und die süße Ananas umso schöner. Leider können wir nicht lange bleiben, denn die Sonne geht schon langsam runter. Wir gehen den Fluss wieder runter und wir können es uns nicht verkneifen noch einmal sich hinzusetzen um die Aussicht zu genießen. Hier gibt es auch ein paar schöne große flache Steine. In der Regenzeit sind diese Stellen mit Sicherheit voller Wasser. Wir legen uns auf die Steine hin und gucken nach oben auf die buschigen Baumkronen des Waldes. Ja hier hätte man auch gerne sein Zelt über Nacht aufstellen können. So gern wir auch hier geblieben wären, doch wir müssen zurück.

Am nächsten Tag müssen wir uns schon etwas zusammenraffen weiter zu fahren. Es ist einfach zu schön hier. Auf dem Loop sind unglaublich viele Franzosen hier, wir würden schon fast sagen 70%. Es geht wieder die holprige rote Straße zurück. Heute stehen viele Wasserfälle auf dem Programm. Eins nach dem anderen klappern wir ab. Und kein Wasserfall ist wie der andere. Unter anderem „Tad Yuang „(10.000/Pers.+3.000Parken), Wasserfall „Tad champi“ (5.000/Pers.+3.000Parken), Wasserfall „Tad Fan“ (5.000/Pers.+3.000Parken) und Wasserfall „Tad Itou“ (5.000/Pers.+3.000Parken). Jeder Wasserfall hat etwas Besonderes und seinen eigenen Charme. Einen fanden wir jedoch besonders schön. Als wir an dem „Tad Fan“ ankommen, werden wir von einem kleinen Regen überrascht. Das hatten wir schon lange nicht mehr gehabt, Reeeegen. In Deutschland würde man sagen, nicht schon wieder Regen, doch wir standen da und haben es genossen. Es war ein zarter frischer Sommerregen, der nur 10min gedauert hat. Vielleicht war das nur Zufall oder einfach nur reines Glück, dass es genau in diesem Moment angefangen hatte zu regnen und alle Leute raus gegangen sind. Bei dem Aussichtspunkt waren wir alleine gewesen. Und das war einfach unbeschreiblich. So einen großen Wasserfall haben wir in unserem Leben noch nicht gesehen. Dieser Wasserfall ist mit seinen 120m Höhe ist der höchste in Laos. Und das erstaunliche war, man hat kein Ende gesehen. Der Wasserfall endete in einem Krater und um die Tiefe des Kraters zu sehen, hätte man 1 Stunde dahin trekken müssen. Und wir hatten leider nicht die Zeit um hin und zurück zu gehen.

Der Loop hat uns super gefallen und wir würden jedem Raten, der eine Laos Reise in Erwägung zieht, diesen Loop mit einem Motorrad und nicht mit einem Bus zu machen. Es gibt einige Busorganisationen, die den Loop eine Art „Rundreise“ anbieten. Im Prinzip muss jeder für sich selbst entscheiden, was für ihn die bessere Wahl ist. Doch auf dem Motorrad hat man mehr Entscheidungsfreiheiten. Noch besser ist es sich eine Honda Win100 zu kaufen und durch das Land zu reisen. Wir hatten unseren Bike in Vietnam wieder verkauft, was wir heute etwas bereuen. Die Straßen in Laos sind gut ausgebaut, so dass man hier Problemlos durchreisen kann. Den Loop kann man in 3 Tagen machen, wir hatten uns jedoch entschieden an einem Ort einen Tag länger zu bleiben. Wenn man die Zeit hat, sollte man sich diese Zeit auch nehmen.

Zur Info: 1€ = 8.700 kip (Stand: März 2015)

Falls du andere Erfahrungen auf dem Pakse Loop gemacht hast oder andere interessante Orte bzw. Aktivitäten kennst, scheue dich nicht hier deine Meinung unter „Kommentare“ zu hinterlassen.


 

2 Gedanken zu “Laos I Pakse Loop I Bolavenplateau

    • Hallo Sebastian,
      ja Laos war schon toll, keine Frage. Auf jeden Fall ist Laos ein Land, wo man mit Sicherheit zurück kehren möchte, am besten noch mit eigenem Bike. So kann man das Land noch viel intensiver erkunden.

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