Laos I Thakhek Loop I Phou Hi Poun Nationalpark

Da uns der Erste Loop in der Stadt Pakse so gut gefallen hat, haben wir uns dazu entschlossen den nächsten Loop in Thakhek zu machen. Die Stadt Thakhek mit seinen 70.000 Einwohnern ist Verwaltungs-Hauptstadt der Provinz Khammuan. Die Stadt ist sehr klein und hat an sich gar nichts zu bieten. Vor der Unabhängigkeit des Landes, war die Stadt ein französischer Verwaltungssitz. Besonders die Architektur ist hier von dem französischen Kolonialstil angehaucht. Hier kommen alle Traveler und Backpacker zusammen, um den Thakhek Loop zu starten. Das Interessante an der Stadt ist die Lage. Die Stadt liegt an der Grenze zu Thailand, welche durch den Mekong Fluss getrennt wird. Man steht am Flussufer in Laos und auf dem anderen Ufer, 200m entfernt, ist schon Thailand.

In dem Gasthaus „Travel Lodge“ kann man übernachten (Dorm: 50.000kip/Bett; DZ ohne Bad:70.000kip; DZ mit Bad: 100.000kip), verhältnismäßig teuer, jedoch wenn’s nur für eine Nacht ist, ist es ok. Vor allem kann man hier seine großen Rucksäcke für 5.000 kip/Tasche lassen. Das ist ziemlich praktisch, denn auf dem Loop, der 3-4 Tage dauert, brauchst du nicht all deine Sachen aus dem Rucksack. Zu zweit haben wir nur unseren kleinen Tagesrucksack mitgenommen. Jeder ein sauberes T-Shirt, Regenjacken für den Fall der Fälle, ein Paar Unterhosen, Schlafzeug, kleines Handtuch, Zahnbürste und Zahnpasta. Mehr braucht man nicht auf dieser Reise. In diesem Gasthaus gibt es ein „Traveler Loop Buch“. Das ist ganz interessant für die Neulinge, die den Loop starten wollen. In dem Buch sind Erlebnisse, Tipps und Tricks von den Travelern, die den Loop schon gemacht haben, eingetragen. Sehr interessant und witzig zu lesen. Wir glauben so etwas hat nur dieses Gasthaus. Roller vermietet „Travel Lodge“ auch, jedoch sind diese teurer als in der Stadt. In der Stadt gibt es zwei Möglichkeiten, wo man Roller oder richtige Krossbikes mieten kann. Zum einen gibt es einen dort ansässigen Deutschen „Mad Monkey“ und zum anderen, einen Chinesen „Wang Wang“. Beide sind in der gleichen Straße, auf der gleichen Seite an der Uferpromenade in 20m Abstand voneinander. Vergleichen lohnt sich, entscheiden muss jedoch jeder für sich alleine, was für ihn wichtiger ist. Wir haben uns für „Wang Wang“ entschieden. Zum einen hat der Preis für uns eine Rolle gespielt. Wir haben zwar keine Honda bekommen, sondern eine chinesische Maschine. Mit 8.000km auf dem Tacho hatten wir genug Vertrauen um diese zu nehmen. Und die kostete nur 60.000 kip/Tag, die Hälfte als beim Mad Monkey. Hier gab es die gleiche Sicherheit wie beim ersten Loop. Wenn man eine Panne hat, zuerst im Office anrufen und die klären dann alles weitere. Den Bike haben wir erst einmal für 4 Tage genommen und im Voraus bezahlt.

Der Thakhek Loop ist 350 km, nicht eingerechnet, sind die Abzweigungen zu den Höhlen, die manchmal je nach Höhle 10 km oder 23 km von der Hauptstraße entfernt liegen. Die Straße des Hauptloops ist sehr gut ausgebaut, abgesehen von einem kleinen Abschnitt von ca. 15-20 km im Norden in der Nähe des Dorfes Laksao. Dieser Loop umschließt den Phou Hi Poun Nationalpark und ist für seine vielen Höhlen und eine wunderschöne Karstlandschaft bekannt.

Wir starten und es dauert nicht lange und wir erreichen die erste Höhle, eine „Elefanten Höhle“. Hört sich erst mal interessant an. Für 5.000 kip, muss man doch etwas zu sehen bekommen. Doch die Höhle erweist sich als reine Zeit-und Geldverschwendung. Die ist wirklich sehr klein und überall liegt Kott von den Fledermäusen und stinkt nach Pisse. So wie es hier stinkt, hat früher Nathalies Hamsterkäfig gestunken. Schnell drehen wir um und fahren weiter. Die nächste Höhle liegt 9 km von der Hauptstraße entfernt. Es ist eine holprige sandige Straße, wie man das sonst von den Nebenstraßen kennt. Auf dem Weg dorthin treffen wir einen Backpacker auf einem Vietnambike. Hugo heißt unser neuer Freund. Er ist halb Franzose und halb Schweizer, hat eine strahlende Aura und war uns von Anfang an sehr sympathisch. Wir fahren zusammen zu der Buddha Höhle. Die Landschaft entlang des gesamten Weges ist wunderschön. Vergleichbar mit Yangshou in China oder Halong Bay in Vietnam. Viele kleine Berge, die aus dem Boden hinausragen. Keine Menschenseele. Nur wir und unsere neue Bekanntschaft. In der Buddha Höhle angekommen werden hier jeweils 5.000 kip/Pers. + 3.000 kip fürs Parken abkassiert. Im außen Bereich sind ein paar Klingschalen platziert. Die Schalen sind runde Metallteller im Durchmesser von ca. 1m, die an einem Faden vom Baum abgehängt werden. In der Mitte der Frontseite ist eine halb – Ball förmige Wölbung. Kurz bevor die gläubigen Buddhisten die Scheibe anfassen, verbeugen sie sich mit zusammengelegten Händen vor dem Oberkörper. Erst dann darf die Schale mit streichel ähnlichen Bewegungen angefasst werden. Wenn man es richtig macht, kommen klingende und summende Geräusche heraus. Beim Alex sind leider nur Krazgeräusche wie bei einer Katze, die an der Tür kratzt, rausgekommen. Das war schon lustig. Dann hat eine Frau, ebenfalls eine Besucherin, gezeigt wie es richtig geht. Man muss mit ganz viel Gefühl die Schale streicheln. Die Buddha Höhle haben wir uns ehrlich gesagt größer vorgestellt. Der Eingang, ist ein kleines Loch. In der Höhle waren ganz viele kleine und größere Buddha Statuen. Einheimische Frauen saßen auf dem Boden und haben Kerzen gemacht. Der Boden war mit Bambusteppichen ausgelegt. Warum Kerzen? Normalerweise werden zum Beten Räucherstäbchen verwendet. In der Höhle durfte man nicht fotografieren. Insgesamt fanden wir die Höhle sehr enttäuschend, jedoch der landschaftlich wunderschöne Weg dorthin unvergesslich. Wir lassen Hugo in der Buddha Höhle und fahren zurück zu der Hauptroute. Auf dem Weg hat Alex noch ein Zeichen für eine Höhle gesehen, also haben wir nach links abgebogen und sind entlang eines Flusses gefahren. Der Fluss ist sehr schön. Das Wasser ist sehr ruhig und sauber. An einigen Stellen gibt es Plätze, wo die Einheimischen picknicken. Schließlich kommen wir an einem Dörfchen vorbei, mit wirklich nur ein paar Häuschen und landen in einer Sackgasse vor einer Badestelle. Dort sind auch ein paar Einheimische, die sich waschen und picknicken. Eine Frau spricht uns auf Englisch an, wo wir her kommen. Um nicht aufzufallen, sagen wir, wir kommen aus Kasachstan, was in erster Linie ja keine Lüge ist. Das haben wir uns schon seit längerem angewöhnt zu sagen. Denn sobald man sagt, man kommt aus Europa oder sogar aus Deutschland, denken viele Einheimische man hätte einen Geldbaum, wo man die Scheine runter zupfen kann. Viele Leute wissen nicht wo Kasachstan liegt, also zeigen wir es auf dem Handy. Und so kommen wir ins Gespräch. Sie kommt aus Kanada und besucht hier in diesem kleinen schnuckeligen Dörfchen ihren Onkel. Der Platz hier ist ruhig und wunderschön. Am Ufer spielen tausende gelbe Schmetterlinge miteinander. Wir bleiben nicht lange und ziehen weiter. Die Höhle haben wir leider nicht gefunden, jedoch ein paar sehr nette Menschen kennen gelernt. Wir vermuten, dass die nächste Höhle „Tham Aen“ (20.000 kip/Pers.) größer sein muss. Und so war das auch. Schon als wir vor der Höhle stehen, kommt ein kühler Wind aus der Höhle, als ob jemand einen riesen Ventilator angemacht hätte. Die Höhle ist sehr touristisch und mit Betontreppen ausgebaut. Einige Stellen in der Höhle sind mit farbigem Licht hinterleuchtet. Diese Höhle ist zwar schön, viel besser als die anderen, jedoch nicht das Highlight wie die Paradishöhle in Vietnam. Die Landschaft drum herum ist einfach unbeschreiblich, ähnlich wie in Yangshou und die Häuschen bzw. das Leben wie in Nepal. Weiter fahren wir an kleinen Seen vorbei mit abgestorbenen Bäumen. Keine grünen Blätter, keine Zweige, sondern nur nackte Baumstämme sind übrig geblieben. Diese Landschaft begleitet uns den ganzen Weg bis zum Gasthaus. Die Bungalows sind sehr schön, mit einem großen Bett, mit sauberer Wäsche und einem Moskitonetz. Außerdem gibt es eigenes Badezimmer mit heißer Dusche für unbeschreibliche 50.000 kip. Im außen Bereich haben wir noch eine Terrasse mit dem Blick aufs Wasser und eigener Hängematte. Traumhaft! Im hauseigenen Restaurant setzen wir uns auf die Brücke mit einem Blick aufs Wasser. Der bestellte gebratene Fisch ist monströs und reicht definitiv für 2 Personen. Wir sind so satt und so müde, dass Alex bei uns auf der Terrasse bereits in der Hängematte einschläft. Die Müdigkeit ist groß, doch der Sonnenuntergang ist schöner. Auf dem Wasser stehen abgestorbene Bäume. Die Baumstumpfe spiegeln sich im Wasser und es sieht so aus, als würden die Bäume durch das Wasser hindurchgehen. Einfach wunderschön. Das Schauspiel dauert nicht lange und die Sonne ist bereits untergegangen. Es ist ungewöhnlich doch wir gehen um 7 Uhr bereits schlafen.

Nach mehr als 12 Stunden Schlaf, hören wir ein sanftes Platschen vor der Tür. Und ja wir haben richtig gehört. Es regnet. Zwar nur ein wenig, doch im Regen zu fahren macht keinen Sinn. Also legen wir uns wieder ins Bett und dösen ein wenig rum, bis der Regen aufhört. Bei diesem Wetter sind unsere Windschutz-Regenjacken Goldwert. Die Straße ist super ausgebaut. Doch schon bald kommt der schlechte Abschnitt. Gut, dass es vorhin etwas geregnet hatte, so ist die Straße etwas nass und es gibt keinen Staub, besonders bei vorbeifahrenden Autos und LKW´s. Die Huckeln sind mörderisch. In den kleinen Dörfern, an denen wir vorbei fahren, sind alle so nett und freuen sich über einen, winkeln einem freundlich zu und rufen „sabadee (Hallo)“ hinterher. Das gibt einem ein gutes Gefühl, man ist hier willkommen. Die schrecklich huckelige Straße ist endlich vorbei und wir fahren durch den Nationalpark durch. Rechts und links sind überall tropische Wälder. Es riecht nach feuchter Erde und frischer tropischer Luft. Vereinzelt sieht man Nebel-Wolken in den Baumkronen des tropischen Waldes. Vom weiten sieht es sehr mystisch aus. Irgendwo in der Nähe, müssen die „cool springs“ sein. Schon bald kommt ein Zeichen mit der Aufschrift “ welcome to bo houay namgnen 3 km“. Wir haben keine Ahnung, ob das die „coll springs“ sind. Der Name ist bei uns auf der Karte nicht eingetragen. Das einzige was zusammen passt sind die 3 km. Also einfach ausprobieren, 3 km sind nicht die Welt und wenn wir es trotzdem nicht finden, dann kann man immer noch zurück drehen. Zuerst geht es wieder durch eine huckelige mit großen Pfützen versehene Straße entlang. Rechts und links sind Holz Häuser mit grünen Vorgärten. Plötzlich endet das Dorf und wir fahren auf ein riesiges Feld raus. Es sieht wie eine Steppe aus, jedoch grün und vor uns stehen die großen Berge wie eine Mauer. Die Steppe erinnert uns ein bisschen an Kasachstan. Der kleine Pfad bringt uns tatsächlich zu den „cool Springs“. Wir zahlen für das Moped 10.000 kip und dürfen zu Fuß weiter. Kaum 50 m weiter, kommen wir an einer Lagune raus, so nennen wir erst mal den Platz. Dort sind schon eine paar kleine Jungs aus dem Dorf und springen lustig ins Wasser. Das Wasser ist blau, so ein blau haben wir noch nicht gesehen und ist Kristall klar, dass man jede Kleinigkeit unten sehen kann. Vorne sind ein paar große Steine, die man über ein paar Bretter, die im Wasser liegen, erreichen kann. Bohhh das Wasser ist wirklich rein und sehr kalt. Alex zieht seine Badeshorts an und springt rein. Es dauert nicht lange und die Jungs haben genug und gehen. Wir sind fast alleine. Nur wir zwei und unser neuer Freund aus Italien, den wir auf dem Weg getroffen haben. Das aber nicht für lange. Nach und nach kommen mehr Kinder aus dem Dorf und immer mehr Biker und belagern den Platz. Aus der Gruppe sticht unser Freund Hugo heraus. Diesmal ist er nicht alleine und hat noch 2 französische Freunde, Olivier und Tibo dabei. Wir verschwinden noch rechtzeitig. Als wir den wunderschönen Weg zurück fahren, kommen uns ca. noch 10 Biker entgegen. Wir haben noch 35 km auf dem guten Weg und dann rechts zu der Höhle 40 km auf dem Sandweg. Wir haben jedoch Glück, der versprochene Sandweg erweist sich als asphaltierte Straße, die man wunderbar durchfahren kann. Es ist spät nachmittags und die Sonne zeigt sich wieder von der schönsten Seite. Das Sonnenlicht am Nachmittag ist einfach das schönste Licht. Diese Ecke der ganzen Route bis jetzt, ist der Hammer. Man fährt auf einer Straße, die rechts und links von den Bergen umklammert wird. Rechts und links stehen Häuser mit Reisfeldern. Mal sind die Reisfelder noch trocken und mal so saftig grün. Überall sind Kühe, Hühner und kleine Schweinchen. In dem kleinen Dörfchen Konglor angekommen, merkt man, dass es hier schon viel touristischer zugeht. Das merken wir besonders an den Leuten, die hier leben. Die haben wahrscheinlich die Touristen schon satt. Keiner lächelt mehr freundlich, auch keine Kinder, die mit großem Grinsen hinterher winken. Aber vielleicht irren wir uns einfach, aber es ist unser erster Eindruck, der vielleicht täuscht.

Morgens erst mal richtig ausgeschlafen und schön gefrühstückt. Nur 1 km ist es bis zur Höhle. Alex will nicht zu Fuß gehen. Klar wir haben auch unseren Bike und schließlich zahlen wir dafür. Am Eingang in den Park zahlen wir 2.000 kip pro Person für den Eintritt und 3.000 kip fürs Parken. Wir fahren ein kurzes Stückchen ca. 300 m durch einen wunderschönen Wald. Am Ticketschalter werden noch mal 10.000kip als Eintritt in die Höhle und 100.000 für das Boot abverlangt. Im Boot haben maximal 3 Leute Platz. Wir warten noch ein bisschen, denn Nathalie meint am ersten Eingang unsere französische Freundin Manuela gesehen zu haben. Irgendwann nach 20min. Warten beschließen wir doch alleine das Boot zu nehmen. Denn Zeit ist Geld. Und während wir das Ticket kaufen, steht Manuela vor unserer Nase. Wir freuen uns sie zu sehen. Auf dem ganzen Loop trifft man die gleichen Leute an unterschiedlichsten Plätzen und jeder hat was Eigenes zu berichten. Das ist total witzig, denn eigentlich haben wir alle den gleichen Weg, aber jeder hat was anderes gesehen. Manuela, so heißt sie, ist ungefähr 35 Jahre alt, kommt aus Paris und hat eine super Ausstrahlung. Eine Französin eben, aber keine hochnäsige. Wir teilen zusammen das Boot. Wir bekommen Kopflichter und Sicherheitswesten und schon kann es losgehen. Vor dem Eingang in die Höhle ist ein kleiner See mit ganz vielen Bäumen drum herum. Das Wasser ist sauber und sehr klar. Das Boot ist ein kleines Holzboot, mit einem kleinen Motor. Wir fahren los und paar Meter weiter ist es so stock dunkel, dass man nichts sehen kann. Nur da wo man mit der Lampe hin leuchtet kann man was erkennen. Der Bootsmann kennt halt die Höhle in und auswendig, jede kurve, jede Stelle oder wo man das Boot ans Grund laufen kann. An einigen Stellen laufen wir ans Grund und es geht nicht mehr weiter. Dann müssen wir aussteigen und das Boot ein Stück weiter schieben. Das ist jedoch nicht so schlimm. Schon kommen wir an unserer erster Stelle an. Hier laufen wir etwas über den Sand zu dem Punkt, wo die Stalaktiten und Stalakmiten in der ganzen Höhle am schönsten sind. Dieser Part ist mit einem sanften Gelblicht und Blaulicht hinterleuchtet. Es ist sehr schön. Wir genießen richtig die Situation und lassen alle Anderen an uns vorbei ziehen, so dass wir alleine sind. Die Höhle ist 7 km lang. Das coole daran ist, dass man wirklich den kompletten weg im Dunkeln fährt und man sieht nur das, wo man mit der Lampe hinleuchtet. Es ist so mystisch und man füllt sich wie der erste Entdecker dieser Höhle. Wie das wohl damals gewesen sein musste, als erster die Höhle zu entdecken? Vor allem nicht zu wissen, was einen erwartet, wie groß oder wie lang die Höhle ist. Es ist sehr kühl, aber das tut gut. Schließlich sehen wir das Licht am Ende des Tunnels. Wir fahren aus der kühlen dunklen Höhle raus in die warme helle Welt hinaus. Die Fahrt auf dem Fluss ist sehr schön. Dadurch, dass das Boot sehr niedrig im Wasser liegt, hat man das Gefühl, man sitzt selber im Wasser und hat einen keinen Motor unter dem Hintern. Links fahren wir an ein paar badenden Büffeln vorbei. Man ist so hautnah dabei. Am Ufer angekommen, haben wir 10 Minuten Zeit. Was sind schon 10 Minuten Zeit, gar nichts, du kannst was zu trinken kaufen, überall sind kleine Stände, wo du paar selbstgemachte Textilien, etwas zu Trinken und zu Essen kaufen kannst. Wir machen eine kleine Pause und gehen wieder zu dem Boot und fahren die 7 km zurück. Beim Ausgang, sehen wir an der Decke ein paar kleine Fledermäuse. Das war ein wunderbares Erlebnis. Aus der Höhle rausgekommen, sehen wir an dem See plantschende Kinder. Es schwimmen große wunderschöne gelbe Fische darin. Durch die Spiegelung der Bäume scheint das Wasser grün zu sein. Manuela bleibt hier und wir entschließen uns noch eine Runde mit dem Bike zu drehen, ein bisschen durch das Dorf oder vielleicht zu den Bergen zu fahren. Das Konglor Dorf lieg geschützt im Tal. Drum herum sind Berge. Wunderschön. Auf dem Weg treffen wir unseren Freund Hugo wieder mit seinen 2 Freunden. Die sind gerade erst angekommen und wollen in die Höhle. Wir treffen uns sicherlich später noch mal. Wir fahren etwas durch das Dorf und wollen zu den Bergen, doch egal wie schmal der Weg ist, er endet immer an irgend einem Haus. Für uns also in einer Sackgasse. Außerdem ist es viel zu heiß. Wir drehen um und fahren zu unserem Gasthaus und gönnen uns ein kühles frisches, leckeres „Beerlao“. Das tut vielleicht gut bei der Hitze. Nachmittags, wenn die Hitze nachlässt, kann man sicherlich noch etwas mehr machen. Wir fahren zurück zu dem See und treffen alle unseren neuen Bekanntschaften wieder. Die Sonne geht bald unter und unsere Franzosen müssen sich noch eine Bleibe suchen. Im Dorf gibt es unzählig Unterkünfte als „Homestay“. Man wohnt mit der einheimischen Familie zusammen, schläft mit allen in einem Raum, wenn man Glück hat auf einer Matratze, zahlt 50.000 kip für eine Übernachtung, inklusive Frühstück und Abendessen. Da kann man sicherlich nicht meckern. Von schlafen ist da glaube ich nicht die Rede, denn die Laoten, wie all die anderen Asiaten stehen ziemlich früh auf. Ja das Erlebnis ist halt wichtiger, als der schlaf. Diese Option haben wir leider zu spät bemerkt und haben eine Nacht in unserem Gasthaus verlängert.

Heute früh wieder lecker gefrühstückt, Eier mit Toast und dazu haben wir uns noch Waffeln mit Schokolade und Bananen bestellt. Das haben wir uns einfach mal gegönnt. Auf dem 40 km langen Weg bis zur Hauptstraße hält Nathalie Ausschau nach ihrem Schal, den sie gestern hier irgendwo verloren hat. Die Hoffnung hat sie noch nicht aufgegeben, ihn hier auf der Straße wieder zu finden. Doch als die Straße in die Hauptstraße mündet, wird ihr klar, der Schal hat hier sein zu Hause gefunden. Die Straße macht eine schöne Windung um den Berg herum und wir landen an einem wunderschönen Aussichtspunkt. Die Aussicht ist atemberaubend schön. Überall sind Berge und tropischer Wald. Schade ist es nur, dass hier die Leute wieder ihren Kopf ausschalten und hier den Müll hinterlassen. Nach 2 Stunden Fahrt fällt uns beinahe der Hintern ab und wir beschließen eine kleine Kaffee Pause zu machen. Wir halten im kleinen Dorf an. Kaffee ist nirgends zu sehen und Alex hat großen Hunger. Am Stand gibt es Fleischbällchen und dazu nimmt er sich eine Nudelsuppe. Nach der heißen Nudelsuppe, die so la la war und ein paar super leckeren Rinderfleischbällchen, die schmeckten, wie Mamas Frikadellen, sind wir weiter gezogen. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, doch wir wollen noch die letzte Höhle mitnehmen. Das letzte Stück Weg ist ziemlich unspektakulär, wir fahren einfach nur durch. Laut der Papierkarte, die wir haben, muss jetzt die Höhle hier irgendwo sein. Wir sind ca. 30 km von Thakhek entfernt. Doch die Höhle ist nicht zu finden. Vielleicht haben wir doch irgendein Zeichen verpasst. Der Popo fällt wieder bald ab. Wir halten am Straßenrand an um eine kleine Pause zu machen. Es sind überall vertrocknete Reisfelder. Rechts ist eine Zufahrt zu einem Holzhäuschen, welches total kaputt ist, doch man kann trotzdem drauf sitzen und außerdem spendet er Schatten. Wir legen uns rein und es ist einfach nur geil, so eine Pause. Wir bleiben mindestens eine Viertel Stunde hier liegen. Überall sind Kühe mit kleinen Kälbchen.

In“ Traveler Lodge“ angekommen, treffen wir wieder das Pärchen, welches wir schon die ganze Zeit schon auf dem Weg getroffen haben, doch leider irgendwie nie ein Wort miteinander gewechselt haben. Witzig einfach, dass man auf dem Loop einfach immer wieder die gleichen Leute trifft. Um 18:00 Uhr müssen wir den Roller abgeben, doch vorher müssen wir noch zum Busbahnhof Tickets für morgen in die Hauptstadt Vientiane holen. Am Busbahnhof angekommen, wird uns gesagt, dass wir erst morgen früh die Tickets holen können. Na super, umsonst den ganzen Weg gemacht. Dabei haben wir nicht mehr so viel Sprit. Wir halten noch kurz an einem Kiosk an um eine kalte Flasche Cola zu kaufen. Als wir wieder starten wollen, will unser Roller nicht mehr. Oh schitte wir haben nur noch 500 Meter und uns ist der Sprit ausgegangen. Scheisse, ja wir sind genau in der Mitte zwischen der Tankstelle und dem Rollerverleih. Da bleibt uns nichts anderes übrig als den Roller bis zur Tanke zu schieben. Keine 50 Meter gegangen, da sehen wir Benzin in Flaschen. Zwar wieder zum überteuerten Preis, doch momentan ist es egal, Hauptsache wir kommen irgendwie bis zum Mopedverleih an. Für gerade mal 300 ml zahlen wir satte 5.000 kip. 1 Liter kostet normalerweise 8.240 kip. Am Verleih angekommen, treffen wir wieder unsere französischen Freunde Olivier, Tibo und Manuela. Das ist wieder ein Zufall. Die sind auch gerade aus dem Hotel angekommen. Ja da müssen wir unbedingt einen Trinken gehen. Wir nehmen uns ein paar Bier und setzten uns an die Uferpromenade und genießen den Sonnenuntergang. Wir bleiben bis in die Nacht sitzen und quatschen über Dies und Jenes.

Dieser Loop in Laos ist ein Muss, für jeden, der etwas Land und Leute kennen lernen möchte.

Zur Info: 1€ = 8.700kip (Stand: März 2015)

Falls du andere Erfahrungen auf dem Thakhek Loop gemacht hast oder andere interessante Orte bzw. Aktivitäten kennst, scheue es nicht hier deine Meinung unter „Kommentare“ zu hinterlassen.

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