Laos I Vang Vieng I Blue Lagoon

Von der Hauptstadt Vientiane geht es für 35.000 kip nach Vang Vieng. Es gibt unzählige Büros in der Hauptstadt, die Bustickets verkaufen. Man sollte unbedingt die Preise vergleichen. Man wird direkt vom Hotel abgeholt und zum Bus gebracht. Mit den Abfahrtzeiten sollte man das nicht so ernst nehmen. Manchmal fährt man pünktlich ab und manchmal mit Verspätungen. Die Fahrt im Minivan mit 9 Mann dauert ca. 3-3,5 Stunden, so dass man nachmittags in Vang Vieng ankommt.

Vang Vieng ist eine kleine Stadt mit ca. 25.000 Einwohnern und ist umgeben vom Regenwald und einer Karstlandschaft. Das Dörfchen ist für seine Partyscene bekannt. Allerdings sind hier nicht mehr so viele Bars wie früher, dafür betrunkene Jugendlichen, die hier die Sau raus lassen. Wir sind hier nur aus einem einzigem Grund, die wunderschöne Natur mit der Berg-Landschaft. Und es ist wirklich traumhaft schön hier, wären da nicht all die Touristen.

Zimmer oder Bungalows bekommt man hier schon zu einem kleinen Preis von 50.000-80.000 kip mit Badezimmer, Ventilator oder Klimaanlage. An jeder Ecke sind kleine Restaurants, meistens gehören diese zu dem Gasthaus dazu. Es gibt laotische aber auch viel westliche Küche. Auf gar keinen Fall entgehen darf man sich den „Whooping“ Burger. Der Laden wird von einem Japaner und seiner flotten Frau geführt. Die Brötchen backen die Besitzer selber und sind im Durchmesser ca. 15cm und 10cm in der Höhe. Der Burger wird mit einem Spieß zusammen gehalten, sonst würde er auseinanderfallen. Der Burger wird frisch zubereitet und ist sein Geld von 55.000 kip auf jeden Fall wert. Mittags und besonders abends stehen überall auf der Straße bis tief in die Nacht, Essensstände und bieten alle das Gleiche zu gleichen Preisen an. Verschiedene Baguettes, Pfannkuchen und Fruchtshakes zu fären Preis an.

Es gibt hier einen kleinen Fluß, der in der Trockenzeit nicht wirklich tief ist. Das Wasser reicht von Knien bis zur Taille. Es gibt hier kleine Holz- Brückchen, die scheinen jeden Moment zusammen zu brechen. Diese werden ebenfalls von den Motorradfahrern benutzt. Es wurde ebenfalls eine neue Brücke für Autos und LKW`s gebaut. Jedoch jeder der die Brücke überqueren möchte, muss dafür bezahlen. Moped 10.000 kip, Fahrrad 6.000 kip. Das Ticket gilt in beide Richtungen. Daher werden immer die kleinen Holzbrücken zum Überqueren benutzt. Über die neue Brücke kann man kostenlos zurück. Auf der anderen Seite der Inseln stehen für das entsprechende Kleingeld, schöne Bungalows mit dem Blick auf die Berge oder aufs Wasser. Von hier aus führen kleine Wege zu den verschiedenen Höhlen oder der bekannten „Blue Lagoon“.

Das Dörfchen ist sehr klein und außer ein paar Attraktionen, die mit dem Fahrrad oder einem Motorbike gut erreichbar und an 2 Tagen zu bewältigen sind. An einem Tag kann man einen Motorbike ausleihen und einen kleinen 1 Tages Loop machen. Die Bikes bekommt man hier schon für 40.000 kip für den ganzen Tag. Allerdings sind diese Bikes durch die schlechten Straßen in einem schlechten Zustand. Die Bikes sind ca. 8.000km gelaufen, haben aber eine 8 am vorderen Rad und klappern. So schlechte Straße haben wir noch nicht gesehen, bzw. ein mal in Vietnam als wir im Regen der Küste entlang auf dem Bike unterwegs waren. Das sind reine Steinstraßen. Mit dem Mountainbike wäre man wahrscheinlich besser bedient. Gute Mountainbikes sind hier schon für 20.000 kip und Stadtfahrräder für 10.000 kip zu haben. Stadtfahrrad ist auf diesen Straßen überhaupt nicht empfehlenswert. Da wird man nur am schimpfen sein. Auf dem Motorbike macht es auch wenig Spaß, wenn man die ganze Zeit 10 km/h auf einer sehr holprigen Straße fahren muss. Die „Blue Lagoon“ als auch die Höhle sind zum Glück nicht weit weg von dem Dorf entfernt. Die 9km fährt man in 30 Minuten durch. Für die „Blue Lagoon“ zahlt man 20.000 kip Eintritt und kann kostenlos parken. Der Eintritt in die Höhle ist schon inklusive. Man sollte unbedingt eine Stirnlampe mitnehmen, wenn man in die Höhle gehen möchte. Wer aber sein Licht vergessen hat, ist auch nicht so schlimm. Vor der Höhle kann man sich eine Stirnlampe für 10.000 kip ausleihen lassen. Die Höhle ist sehr schön und man kann tief eindringen. Man braucht auf jeden Fall gute Schuhe mit Gripp, sei es denn Wanderschuhe oder Trekkingsandalen. Flip Flops sind hier fehl am Platz. Manchmal muss man schon auf allen Vieren klettern und sich abstützen. An einigen Stellen sind die Steine nass und sehr glatt. Empfehlenswert von uns ist es zuerst die Höhle anzuschauen und danach in die „Blue Lagoon“ reinzuspringen. So hat man vorher, etwas sportliches getan und kann danach mit ruhigem Gewissen sich entspannen lassen. Leider ist man an der „Blue Lagoon“ nie allein. Es ist ein Picknickort und Badestelle. Es sind hier sehr viele Südkoreaner, speziell in diesem Dorf. In ganz Laos haben wir fast keine Südkoreaner getroffen. Ein Barkeeper hat uns das erklärt. Es gibt hier in Vang Vieng eine sehr berühmte südkoreanische Reality Show und deshalb reisen sehr viele Südkoreaner in dieses kleine Dörfchen. Hier in der Gegend gibt es viele andere, kleine Höhlen. Wer Höhlen mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Auf gar keinen Fall verpassen darf man den „View Point“. Hierfür zahlt man ebenfalls 10.000 kip. Der Aufstieg ist sehr steil und für ein oder anderen etwas hart, doch am Ende wird man mit 2 wunderschönen Aussichtspunkten auf das Dorf und auf die Reisterrassen belohnt. Am besten spät nachmittags gehen, da ist es erstens nicht so heiß und das Licht um so schöner. Wenn man hier zum Sonnenuntergang kommt, unbedingt Kopflichter mitnehmen, da es beim Runtergehen schnell dunkel wird und ohne das Licht etwas gefährlich sein kann. Es gibt hier an jedem Aussichtspunkt eine überdachte Holzterrasse, so dass man hier sowohl bei Hitze als auch im Regen gut unter kommen kann. Wenn man mehr Budget zur Verfügung hat, kann man eine 45 minütige Heißluftbalonfahrt machen für 80$ oder verschiedene Trecks oder kayaking zu unterschiedlichen Preisen.

Wenn man hier ein bisschen Party machen möchte, in den wenigen Bars, die übrig geblieben sind, wird man definitiv fündig. Die Bieten „Happy hour“ an, wo man eine oder 2 Stunden umsonst alkoholische Getränke bekommt. So wollen die Bars die Gäste anlocken. Es gibt ebenfalls „Tubing“. Auf 4000 Island haben wir schon so etwas gemacht, mit einem kleinen Unterschied. Hier schwimmt man von einer Bar zur nächsten und kann ein Bier nach dem Anderen rein kippen. Es wird einem ein Seil zu geworfen, wo man sich an die Bar ran ziehen kann. Haben wir nicht gemacht, da wir lieber im Wasser chillen, als bei dem Gesaufe mitzumachen. Außerdem finden, wir dass es nicht ganz ungefährlich ist, für die Jenigen, die wenig vertragen und dabei noch im Wasser sind. Tubing kostet 55.000 kip inkl. eine Hinfahrt zu dem Startpunkt. Zurück muss man den Tuk Tuk noch mal extra 10.000 kip bezahlen. Eine andere Art zu feiern ist die Dschungelparty. Diese Party findet jedoch nur am Freitag statt. Wir sind am Freitag eingereist. Und Dschungelparty hat sich für uns verlockend angehört. Was wir uns darunter vorgestellt haben:

  • Die Party findet im Dschungel statt
  • Der Zaun und die Bars werden aus Bambus sein mit ein paar Fackeln oder sehr weichem Licht, z.B. in Form runder Laternen.
  • Man hat ein Platz für die Leute, die Tanzen wollen.
  • Man hat etwas abseits Lagerfeuer, wo man drum herum sitzen kann, vielleicht ein paar Würstchen am Stock grillen kann und jemand spielt dazu Gitarre und singt dabei. Das ist für die Chilligen Leute.

 

Und was wir dafür bekommen haben war genau das Gegenteil.

  • Die Party war nur etwas außerhalb der Stadt, jedoch noch nicht einmal im Wald.
  • Die Bar war gemauert und ziemlich unspektakulär mit Dosenbier zum Doppelten Preis (20.000 kip)
  • Man hatte zwar einen Platz zum Tanzen, doch die Musik war grauenhaft. Ohne Alkohol fast kaum ertragbar.
  • Das Einzige was halbwegs gestimmt hatte, war das Lagerfeuer, leider ohne Würstchen und Gitarre.

 

Und dafür hatte man noch Eintritt von 40.000 kip verlangt. Man wurde zwar umsonst mit dem Tuk Tuk dahin gebracht, jedoch zurück musste man noch mal 10.000 kip zahlen. Überall sind sehr junge Mädchen, die wahrscheinlich gerade ihren ABI gemacht haben und sich hier unbeobachtet vorkommen. Knutschende Pärchen, die sich gerade erst gefunden haben, Ladyboys etc. Schön war jedoch das Lagerfeuer und live gespielter Saxophon zu der grausamen DJ Musik. Im Großen und Ganzen war die Party für uns, bzw. für Nathalie ein absoluter Reinfall und Geldverschwendung. Aber wer so was mag, kann vor 23:00 Uhr umsonst reinkommen. Oder vielleicht sind wir einfach aus so etwas rausgewachsen.

Und wenn man das alles genug hat, kann man sich in unzähligen kleinen Restaurants einfach hinlegen und sich zum 1000 Mal die Folgen von Friends anschauen. Viele Restaurants haben Liegenmöglichkeiten mit vielen Kissen, so dass man hier den ganzen Tag einfach nichts tun kann.

Zur Info: 1€ = 8.700 kip (Stand: März 2015)

Falls du andere Erfahrungen in Vang Vieng gemacht hast oder andere interessante Orte bzw. Aktivitäten kennst, scheue dich nicht hier deine Meinung unter „Kommentare“ zu hinterlassen.


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