Laos I Luang Prabang I Kuang Si Wasserfall I Buddha Höhle

Die Fahrt von Vang Vieng (90.000 kip) nach Luang Prabang ist landschaftlich der schönste Abschnitt, den wir mit dem Bus je im Land gemacht haben. Eigentlich ist es eine sehr schöne Strecke um mit eigenem Motorrad zu fahren. Der Weg ist sehr gut asphaltiert und man schlängelt sich zuerst den Berg hoch von einer Kurve in die nächste. Oben hat unser Minivan freundlicherweise angehalten und uns den schönen Anblick auf die grünen Berge genießen lassen. In der Innenstadt angekommen, ist es ziemlich einfach eine Unterkunft zu finden. Egal in welche kleine Gasse man rein geht, man findet immer was. Die Unterkünfte sind im Vergleich zu anderen Städten teurer, vergleichbar mit der Hauptstadt Vientiane. Im Durchschnitt zahlt man zwischen 130.000 – 150.000 kip für ein Doppelzimmer mit Bad. Doch man kann auch in den verborgenen Ecken ein Doppelzimmer für 80.000 kip mit freiem Trinkwasser und Bananen finden. Wer suchet der findet.

Die Stadt Luang Prabang ist für viele seiner Tempelanlagen bekannt und bis zur Abschaffung der Monarchie im Jahre 1975 war es die Königsstadt.

Die Stadt hat sehr viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Einige muss man gesehen haben, andere kann man mit ruhigem Gewissen auslassen. Bei einem Stadtspaziergang kann man viele davon besuchen.

Wenn man etwas außerhalb der Stadt sehen möchte, sollte man sich einen Roller ausleihen. Roller gibt es hier etwas überteuert. Die meisten bieten einen 125er Roller für 130.000 kip pro Tag. Wir haben einen in der Stadt für 100.000 kip gefunden. Wenn man in der Stadt so wieso spazieren geht, dann kann man parallel verschiedene Mietbüros abfragen. Es lohnt sich meistens, besonders wenn man den Roller für mehrere Tage haben möchte. Unseren Bike haben wir in der Ecke Inthasome Straße und Souvannabanlang Straße gefunden. Den Kuang Si Wasserfall darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Der Weg bis zum Wasserfall ist sehr schön mit wenig Verkehr. Mit dem Roller ist man im Ganzen etwas teurer als mit dem Tuk Tuk, dafür ist man flexibler, kann an verschiedenen Stellen anhalten, länger bei dem Wasserfall bleiben und hat noch Zeit andere schöne Orte zu besuchen, oder einfach durch die wunderschöne Landschaft zu fahren. Wenn man den Tuk Tuk Service durch eine Agentur bucht kostet es ca. 25.000-30.000 Kip/Person, hin-und zurück. Jedoch die Zeit am Wasserfall ist sehr begrenzt. Unbedingt schwimm Sachen mitnehmen. Hier kann man wunderbar die Zeit verbringen und im kristal klarem Wasser schwimmen gehen. Auf jeden Fall etwas zu Trinken und zum Knabbern mitnehmen. Vor dem Eingang gibt es mehrere Essensstände, wo man verschiedene Sachen besorgen kann, bevor man das Ticketschalter passiert. Der Eintritt mit 20.000 Kip / Person ist unserer Meinung nach sehr günstig, für das was man zu sehen bekommt. Bevor man zu dem Wasserfall durchgeht, kommt man an einem Bären Reservoir vorbei. Am letzten Stück des Wasserfalls gibt es einen kleinen Weg nach oben. Dieser ist sehr steil und an einigen Stellen sehr rutschig und lehmig. Flip Flops sind hier auf jeden Fall fehl am Platz. In der Mitte diesen Weges, wird rechts ein Schild stehen etwas mit „Betreten verboten, Gefährlich!“. Mit unserer deutschen Disziplin haben wir es natürlich nicht gemacht. Dumm von uns. Von anderen Reisenden haben wir gehört, dass dieser Weg zu der Mitte des Wasserfalls geht. Man steht Auf einem Art Wasserbecken und kann den ganzen Wasserfall runterschauen. Da erstens nicht viele den steilen Weg hierhin sich hochtrauen, zweitens viele dem Schild Beachtung schenken, und hier nicht weitergehen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, schätzungsweise zu 99.9% dass du an dieser Plattform alleine sein wirst. Manchmal muss man auch andere Wege ausprobieren um etwas anderes geboten zu bekommen. Oben am Wasserfall ist es sehr schön. Ein buschig grüner Wald spiegelt sich im Wasser. Komischer Weise ist die Strömung hier nicht sehr groß, bis an einigen Stellen fast gar nicht vorhanden. Kleine Holzbrückchen ermöglichen, dass man auf die andere Seite des Wasserfalls gelangt. Vorne am Abgrund des Wasserfalls gibt es ein Geländer, so dass man hier die Aussicht genießen kann. Und ehrlich gesagt war die Sicht auf den Wasserfall von unten besser als von hier oben. Hier oben gibt es einen weiteren Schild, der zu einer Phaluesi Höhle führt. Der Wanderweg ist 3 km. Der erste Part ist sehr schön zu gehen, durch ein grünes Stück Wald. Der 2 Part, wenn man auf der befahrbaren Straße laufen muss, ist weniger schön. Die Straße ist eine manchmal steile und durchgehend lehmig. Bei nassem Boden ist es sehr rutschig und an den Sandalen bildet sich eine 2te, 3te und 5te Sohle. Ein Schuh kann somit geschätzte 3 kg wiegen. So kam das zu mindestens vor. Der Eintritt ist 10.000 kip inklusive Licht und eine kleine Banane zur Stärkung. Die Höhle ist sehr klein und die Strapazen nicht wert. Lieber länger an dem Wasserfall bleiben, schwimmen gehen, entspannen, was auch immer. Der Wasserfall ist terrassenförmig aufgebaut ähnlich wie in Pummukale in der Türkei und man kann in mehreren „Pools“ schwimmen gehen. Hier haben wir 2 Jungs aus Russland kennen gelernt in Begleitung zweier wunderschönen sehr jungen Mädels aus Australien. Die wollten die Höhle besuchen, doch das haben wir Ihnen abgeraten. Beim Runtergehen sind wir ins Quatschen gekommen. Auf der ganzen Laos Reise haben wir bis jetzt noch keine Russen getroffen und es war sehr interessant zu erfahren, wie die beiden Reisen. Beide Jungs haben sich bei der Arbeit in Thailand auf der Insel Koh Samui kennen gelernt. Sie haben als Reiseführer für eine thailändische Gesellschaft gearbeitet, die Ausflüge mit Elefanten angeboten haben, was wir überhaupt nicht gut finden, aber das ist eine andere Geschichte. Beide Jungs haben in Russland ein Studium abgeschlossen. Nach der „Rubelkrise“ sind die Aussichten auf einen guten Job nach dem Studium sehr gering. Viele arbeiten gezwungenermaßen mit einer super Ausbildung bei den Fastfoodketten. In Laos reisen sie wirklich „Low budget“. Und das meinen wir wirklich so. Komplett Thailand sind die umsonst per Anhalter durchgereist und in Laos versuchen sie das auch, was sich etwas schwieriger gestaltet. Die Laoten sind noch etwas ängstlich und nicht so offen wie die Thailänder. Und falls welche anhalten um die beiden mitzunehmen, sind es welche, die im Ausland studiert haben oder welche, die die Chance wittern etwas Geld zu verdienen. Für Hotels und Gasthäuser haben die beiden kein Geld. Sie versuchen immer in den Tempeln unter zu kommen. Hier dürfen sie umsonst schlafen und bekommen inklusive meistens 2 Mahlzeiten am Tag. Den Fotos zu urteilen, leben Sie wie die Könige. Man könnte denken, dass sich die Mönche hier sehr arm ernähren würden. Doch sie haben sehr üppige Malzeiten mit mehreren Gerichten. Und das was nicht aufgegessen wird, muss weggeschmissen werden. Das verstehen wir nicht, warum man das nicht an die Obdachlosen oder arme Leute weitergeben kann. Auch die Früchte, die man so gesehen morgen oder später noch essen kann, werden weggeschmissen. Unsere beiden „Tempelexperten“ haben uns das so erklärt: die Mönche, die in den Tempeln leben, sind Repräsentanten Buddhas und sind somit heilig. Das Essen, welches sie bekommen, ist somit auch heilig und ist nur für die Mönche, bzw. auch für die Gäste, die im Tempel unterkommen, bestimmt. Die beiden bekommen immer ein eigenes Zimmer zu zweit, also getrennt von den Mönchen. Gegessen wird ebenfalls im eigenen Zimmer und nicht mit den Mönchen zusammen, denn das ist nur für heilige bestimmt. Um sich erkenntlich zu zeigen, wollten die beiden an dem Bau eines Tempels mithelfen. Doch das ist ebenfalls nur den Mönchen erlaubt und nicht den einfachen Menschen. Mönch kann jeder werden. Man zahlt einen Anfangs Beitrag von ca. 100$. Das Geld geht in die Anschaffung der Kleidung, die du dann als Mönch bekommst. Man kann so lange Mönch sein, wie man möchte und die Religion Buddhas erlernen. Wenn du Gast im Tempel bist, muss man auch die Regeln des Tempels befolgen. Hier sind somit keine „Frauengäste“ erlaubt. So eine Interessante Erfahrung ist also nur Männern vorbehalten. Diese Gastfreundschaft sollte man jedoch nicht ausnutzen, wenn man genügend Geld hat. Mönche nehmen kein Geld an, doch man kann eine Spende für den Tempel da lassen.

Nach dem Wasserfall haben wir auf dem Rückweg die Buddhahöhle besucht. Diese war sehr enttäuschend und den Aufwand nicht Wert. Sie ist sehr klein und man muss ein Boot (13.000 Kip /Person) nehmen um zu der Höhle zu kommen. Hier muss man noch mal 20.000 Kip/Person Eintritt bezahlen. Doch die sehr kurze Fahrt mit dem Fischerboot war sehr schön.

Zum Sonnenuntergang sollte man jedoch unbedingt den Tempel „Phra That Khong Santa Chedi“ besuchen. Hier haben wir unsere russischen Abendteurer wieder getroffen. Die Aussicht ist hier einfach atemberaubend schön. Es sind nicht sehr viele Menschen hier, was uns wundert. Man kann auf der grünen Wiese oder auf der Mauer sich ein bequemes Plätzchen suchen, vielleicht etwas zum Snaken und zum Trinken mitbringen und das Sonnenuntergangs Schauspiel kann beginnen. Es ist merkwürdig, doch bevor die Sonne untergeht, verschwinden all die Leute und zurück bleiben nur noch unsere neuen Freunde und wir. Wenn man schon mal da ist, dann sollte man sich den Sonnenuntergang bis zum Schluss anschauen. Wenn die Sonne hinter den Bergen verschwindet, gehen all die Menschen, doch gerade dann beginnt das Interessanteste. Die Himmelfarbe ändert sich von hell Gelb in Orange und Rot mit einem sanften violetten Stich.

Was man sich jedoch nicht entgehen lassen sollte, ist der Nachtmarkt. Nach dem Sonnenuntergang zum Abend hin, bauen die Händler auf der Sisavangvong Straße ihre Stände auf. Man muss nicht unbedingt etwas kaufen. Es ist einfach sehr schön hier unter den aufgebauten Schirmchen hindurchzugehen. Überall werden die Gleichen Sachen angeboten, kleine Souvenirs, Schals, kleine Täschchen, T-Shirts und die typischen Hosen in verschiedenen Farben, Mustern und Schnitten. In einer Ecke kann man leckere Fruchtshakes (10.000 Kip) und große Baguettes mit verschiedenen Belägen (20.000 Kip) kaufen. Was man jedoch unbedingt probieren sollte, was es auf dem Markt nicht gibt, sind die kleinen auf dem Dampf gegarten Teigtaschen mit einer saftigen Hackfleischfüllung, ungefähr 8 cm im Durchmesser zum super billigen Preis von 3.000 Kip für einen und 5.000 Kip für zwei Teigtaschen. Hierfür müsste man in die kleine Straße zwischen Chittalat Straße und Pha Mahapatsaman Straße gehen. Alle 3 Straßen laufen parallel zu einander. Daneben gibt es einen schönen einheimischen Restaurant mit leckerer einheimischer Küche zu billigen Preisen.

3-4 Tage in Luang Prabang sind vollkommen ausreichend um die Stadt und die umgebende Natur zu entdecken.

Zur Info: 1€ = 8.700 kip (Stand: März 2015)

Falls du andere Erfahrungen in Luang Prabang gemacht hast oder andere interessante Orte bzw. Aktivitäten kennst, scheue dich nicht hier deine Meinung unter „Kommentare“ zu hinterlassen.


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